Die Sessions des Bondexpo Kongresses

Der viertägige Kongress findet in der Halle 9 der Landesmesse Stuttgart statt. Er besteht aus sieben Halbtags-Sessions mit jeweils einer anschließenden Guided Tour über die Bondexpo, Internationale Fachmesse für Klebtechnologie. Sie können die Sessions je nach Interessenlage sowohl einzeln als auch kombiniert buchen.
 


 

Gebuchte Sessions

Buchung

OTTI


Montag, 10.10.2016
13:30 bis 16:00 Uhr

Qualitätssicherung und Prozessbeherrschung in der Klebtechnik
 

13:30 bis 14:00 Uhr
Einführung und Anwendung der DIN 2304 – Qualitätsanforderungen an Klebprozesse
Fritz Liebrecht, Technologie Centrum Kleben GmbH, Übach-Palenberg 

Ausgangspunkt und Erstellung der Norm, Anforderungen an die qualitätsgerechte Ausführung von Klebverbindungen, allgemeine, organisatorische, konstruktive und fertigungstechnische Erfordernisse, Herstellung klebtechnischer Verbindungen alle Klebstoffklassen, Werkstoffkombinationen und Branchen übergreifend, Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit anderen Regelwerken

14:00 bis 14:30 Uhr
Bessere Sichtbarkeit durch unsichtbare Fügetechnik – Prozesstechnik Displayverklebung
Dr.-Ing. Ralf Hose, DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KG, Windach

Displays tauchen in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen auf: Man findet sie in Anlagen, Telefonen, Flugzeugen, Kraftfahrzeugen, Fernsehern, Laptops, Tablets, u.v.m.
Fügt man Schichten wie das Schutzglas oder den Touchsensor durch Schrauben oder Clipsen, so kommt es durch Luftspalte und sich daraus ergebende verschiedene Brechungsindizes zu massiven Verlusten an Lichtintensität und starken Spiegelungen auf der Displayoberfläche. Bei modernen Displays können die Verluste an Lichtintensität und Lesbarkeit durch Verklebungen deutlich minimiert werden.
Der klassische Klebprozess ist dabei relativ langsam, was für manuelle Fertigungen unproblematisch ist, bei höheren Stückzahlen aber an Grenzen stößt. Abhilfe schafft ein Klebprozess mit verschiedenen viskosen, lichthärtenden Klebsystemen. Mit diesem Prozess lassen sich auch große Displays in wenigen Minuten vollautomatisiert herstellen.

14:30 bis 15:00 Uhr
Prozesssicheres Kleben mit Plasmavorbehandlung
Yvonne Fischer und Florian Schütz, bdtronic GmbH, Weikersheim 

Der Einsatz von Klebtechnik ist nicht zuletzt aufgrund stetig wachsender Mischmaterialverbindungen und Steigung der Anforderungen an eine Klebverbindung ein Fokusthema für Produktentwicklungsprozesse und Fertigungslösungen. Die bdtronic ist ein weltweit etablierter Experte und Maschinenlieferant im Bereich Dosiertechnik und verfügt über langjähriges Know-how bei der Verarbeitung, Aufbereitung, Mischung und Dosierung von Materialien auf Epoxid-, Acrylat-, Silikon- oder PU-Basis. Erste Grundregel für Kleben lautet: „saubere Oberfläche“, daher ergänzt seit einigen Jahren die Plasmatechnik das Portfolio als adäquate Reinigungs- und Aktivierungsmethode, um optimale und langzeitstabile Adhäsion von Klebstoffen zu erzielen. Bauteilkonstruktion der Klebverbindung, homogene Oberflächengüte von Klebflächen, automatisierte Applikationsmethoden der Klebstoffe und maximale Prozessüberwachung sind wichtige Rahmenbedingungen. Der Vortrag gibt einen Überblick zu relevanten Fragestellungen und Lösungen.

15:00 bis 15:30 Uhr
Das technische Datenblatt richtig verstehen zur Charakterisierung, Qualifizierung und Fehleranalyse von Klebstoffen
Nicolas Schwarz, John P. Kummer GmbH, Augsburg

Das Technische Datenblatt eines Klebstoffes bietet Hersteller abhängig eine spezifische Angabe an Produkteigenschaften, die es erlaubt das Material zunächst grob einzuordnen und vergleichbar zu machen. Immer wieder lässt sich feststellen, dass das richtige Lesen und Verstehen dieser physikalischen Angaben wie Viskosität, CTE, Tg, Ausgasraten etc eine Herausforderung darstellt. Fehler in der Auswahl können deutlich minimiert werden, wenn man das TDS zum einen versteht und zum anderen befähigt wird die richtigen Fragen in Richtung des Herstellers stellen zu können. Der Vortrag beschäftigt sich demnach damit, dem Zuhörer die Feinheiten eines TDS näher zu bringen und Möglichkeiten der Fehleranalyse zu erörtern.

15:30 bis 16:00 Uhr
Planung/Prozesse und Dienstleistungen/Produkte für optimales Kleben und Vergießen
Rainer Haslauer, Leiter Produktmanagement Scheugenpflug AG

Einleitung/Erläuterung zu Fehlern und deren Ursachen beim Kleben/Vergießen. Was kann wie schon bei der Planung/Prozessentwicklung berücksichtigt werden, um optimal zu Kleben/zu Vergießen. Welche Dienstleistungen und Produkte unterstützen Planung, Prozess und Produktion hinsichtlich optimales Kleben/Vergießen.


Dienstag, 11.10.2016
10:00 bis 12:30 Uhr

Effiziente Klebprozesse – skalierbar von „mikro“ bis „makro“
 

10:00 bis 10:30 Uhr
Berührungslose Dosierung von Kleinstmengen in der industriellen Serienfertigung
Julian Greiner, Nordson EFD, Oberhaching 

Vorstellung der Möglichkeiten Fluide im industriellen Serienprozess in kleinsten Volumina präzise, wiederholgenau und vor allem berührungslos aufzutragen.

10:30 bis 11:00 Uhr
Size Matters! - Aufbereitung großer 2k-Materialmengen für Rotorblätter
Jens Bölke, DOPAG (HILGER & KERN GROUP)

Technologisch hat sich bezüglich der Herstellung der Windkraftanlagen in den vergangenen Dekaden gezeigt, dass Blätter deutlich größerer Dimensionen hergestellt werden. Nicht zuletzt der Einsatz von Kohlenstofffaserhalbzeugen im Verbund mit den üblichen Glasfaserwerkstoffen hat die Steigerung der Größen mit Blattlängen von deutlich über 80 Metern möglich gemacht. Den steigenden Blattgrößen ist ein erhöhter Materialbedarf bezüglich Fasern und Harzsystemen zur Erzeugung des Faserverbunds und schlussendlich eines gesamten Blattes immanent. So haben sich die Tonnagen für Infusionsharze, Klebeharze oder Coatingmaterialien in den letzten Jahren vervielfacht. Gleichzeitig bedeutet dies, dass die Anlagentechnologie zur Bereitstellung gemischten Materials diesen Anforderungen gerecht werden musste. Dopag hat hier bereits Anlagen für die Verarbeitung der Infusionsharze für über 60 Liter pro Minute hergestellt. Gleiches gilt beispielsweise für die Klebeharzverarbeitung, für die Anlagentechnologien die Produktion mit über 30 kg/min bereitgestellten Harzgemischs sicherstellen.

11:00 bis 11:30 Uhr
Kaffeepause

11:30 bis 12:00 Uhr
Flexibel und hochfest – welcher Klebstoff ist der richtige?
Hans-Christoph Thielemann, Sika Deutschland GmbH, Bad Urach 

In dem Vortrag wird der Frage nachgegangen welcher Klebstoff der richtige ist: flexibel oder hochfest. Dies hängt von der Anwendung ab. An Beispielen werden an Hand der Grundlagen der Klebetechnik Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Weiterhin werden wichtige Randbedingungen aufgezeigt, die bei einer guten Lösung Beachtung finden müssen. Die theoretischen Ansätze einer Verklebung sollen durch die Praxis erläutert werden.

12:00 bis 12:30 Uhr
Erhöhung der Tragfähigkeit  mechanisch gefügter Verbindungen durch den intelligenten Einsatz der Klebtechnik
Dr.-Ing. Ralf Glienke und Christian Denkert, Fraunhofer-Anwendungszentrum, Rostock 

Hochfest vorgespannte Schrauben- und Schließring­bolzen­verbindungen stellen im Schienen-, Nutzfahrzeug- und Stahlbau eine leistungsfähige Fügetechnik dar. Sinnvollerweise werden die Belastungen reibschlüssig übertragen, um dauerhafte, verformungsarme und ermüdungssichere Verbindungen zu erzielen. Die Tragfähigkeit derartiger Verbindungen ergibt sich im Wesentlichen aus der Höhe der eingebrachten Bolzenvorspannkraft und der Haftreibungszahl in den Scherfugen. Die Vorbehandlung der Reibflächen im Sinne einer Erhöhung der Haftreibungszahl bei gleichzeitiger Gewährleistung des Korrosionsschutzes stellt den Anwender vor große Herausforderungen.
Ein abgeschlossenes IGF-Forschungsvorhaben (AiF-Nr. 17596 BR) zeigt das Potential der Verfahrenskombination hochfest vorgespannter Bolzenverbindungen und dem Kleben für Anwendungen im Metallbau auf.


ISGATEC


Dienstag, 11.10.2016
13.30 bis 17.00 Uhr

! Das wird beim Kleben oft unterschätzt
 

13:30 bis 14:00 Uhr
Kleben kann eben doch nicht jeder
Dr. Hartwig Lohse, Klebetechnik Dr. Hartwig Lohse e. K.

Anhand eines Beispiels aus der Praxis werden verschiedene, bei der Planung, Auslegung und Ausführung einer Klebung von Solarelementen auf eine Aluminium-Unterstruktur gemachte Fehler aufgezeigt. Diese haben letztendlich nicht nur dazu geführt, dass die Solaranlage schon nach kurzer Zeit aufwendig repariert werden musste, sondern hatten auch eine Gefährdung von Passanten durch sich bei Sturm lösende Solarelemente zur Folge. Mit Hinweis auf die kürzlich veröffentlichte DIN 2304-1 Qualitätsanforderungen an Klebprozesse – Prozesskette Kleben werden Wege der Fehlerprophylaxe in der klebtechnischen Fertigung aufgezeigt.

14:00 bis 14:30 Uhr
Vorbehandlung von CFK Stukturen mittels atmosphärischem Plasma als Basis für sicheres Kleben und Lackieren
Joachim Schüßler, Plasmatreat GmbH und Dr. Jörg Ihde, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

Für sichere Adhäsionsvorgänge ist eine Reinigung und Aktivierung der CFK Oberflächen aufgrund der eingesetzten Entformungsprozesse grundlegend notwendig. Diese kann durch mechanische, abrasive Prozesse, aber auch Plasma-basierte Verfahren erreicht werden. Dabei liegt der Schlüssel in der qualitätsgesicherten Entfernung der Kontaminationen unter Vermeidung einer mechanischen Schädigung der CFK Oberfläche.
Hier bieten sich Atmosphärendruck Plasmaprozesse an, die insbesondere bei thermoplastischen Materialien zusätzlich noch eine Aktivierung der Oberflächen bewirken können.

14:30 bis 15:00 Uhr
Kaffeepause

15:00 bis 15:30 Uhr
2K-Klebstoffverarbeitung und Werkzeugtechnik für die Verklebung von Kunststoffbauteilen
Hartmut Storz, Rampf Holding GmbH & Co. KG

Anwendungen im Leichtbau und beim Verbinden hybrider Strukturen werden zunehmend mit Klebstoffverbindungen realisiert. Hierfür gibt es eine Vielzahl von 1K- und 2K-Systemen. Die Kriterien der Klebstoffauswahl werden aus Sicht des Maschinenherstellers vorgestellt. Weiter wird die Verarbeitung von 2K-Klebstoffen thematisiert, die allgemein als schwierig und aufwändig bezeichnet wird. Es werden die Verfahrenskomponenten vorgestellt, deren Zusammensetzung von der Klebeaufgabe und den Applikationsbedingungen abhängt. Darauf basierend wird ein maschineller Prozess gestaltet, der durch Versuchsserien geprüft wird. Auf Basis dieser Daten werden Maschinenkonzepte erstellt, die zu mehr oder weniger komplexen Anlagen führen. Ein wichtiger Aspekt hierbei: Fügen und Halten mit oder ohne Werkzeug? Werden Fügewerkzeuge benötigt, spielt deren Auslegung eine wichtige Rolle für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens. Die Gestaltung der Reaktionsstrecke bestimmt in großem Maße die Prozesskosten. COD bietet eine Möglichkeit, Klebeprozesse leichter handhabbar zu machen. Hierzu werden jedoch Klebstoffe benötigt, die durch Einbringung von Wärme stark in der Reaktion beschleunigt werden können.

15:30 bis 16:00 Uhr
Flächenauftrag, Dosierung und Temperierung von Kleb- und Dichtmassen in der manuellen Verarbeitung und im Hinblick auf die DIN 2304 – speziell im Leichtbau
Joachim Rapp, Innotech Marketing und Konfektion Rot GmbH

Gerade beim Leichtbau sind besondere Anforderungen an Klebesysteme zu beachten. Der Vortrag befasst sich mit dem manuellen Auftrag von Klebstoffen, Dichtstoffen und Vergussmassen.
In den für den Leichtbau wichtigen Themen Flächenauftrag, einer möglichen Dosierung und Temperierung der Klebstoffe im Bereich der Vorserienfertigung, der Nacharbeit und weiteren Gebieten, bei denen eine Automatisierung ausscheidet oder finanziell nicht tragfähig ist, müssen im Hinblick auf die DIN 2304 möglichst beherrschbare Bedingungen für die manuellen Tätigkeiten geschaffen werden.
Im Vortrag werden Möglichkeiten aufgezeigt um Herstellern, Konstrukteuren und Anwendern Problemlösungshilfen zu geben, Nacharbeit sowie Ausschuss zu reduzieren und Effizienz und Sicherheit bei der Arbeitsausführung zu erhöhen.


Mittwoch, 12.10.2016
10.00 bis 12.30 Uhr

Kleben und Dichten im Leichtbau – Grenzen überwinden.
 

10:00 bis 10:30 Uhr
Zerstörungsfreie Prüfung von Falzverbindungen – Ultraschall verringert die Qualitätskosten
Dr. York Oberdörfer, GE Oil & Gas Digital Solutions

In den letzten Jahren nimmt Kleben als Fügetechnik im Rohbau von Automobilkarossen einen immer größeren Stellenwert ein. Getrieben wird dieser Trend unter anderem von der fortschreitenden Gewichtsreduktion im Fahrzeugbau, wobei Klebstoffe sowohl zur Abdichtung als auch zur Steigerung der strukturellen Festigkeit eingesetzt werden. Der Einsatz verschiedener Materialien (Stahl, Aluminium, Composites, Kunststoffe) und deren Kombinationen bilden ebenfalls die Basis für die Klebung als Fügetechnik. Allerdings bietet auch Kleben, wie eigentlich jeder Fertigungsprozess, keine 100%ige Prozesssicherheit und erfordert eine Prüfung, die sowohl zerstörend als auch zerstörungsfrei erfolgen kann. GE Inspection Technologies hat diesen Trend aufgenommen und eine neuartige, praxisnahe Applikationslösung zur zerstörungsfreien Prüfung von Falzklebeverbindungen (und weiteren Anwendungen) mittels Ultraschallprüfung entwickelt. Sowohl der Ultraschallsensor als auch die Gerätetechnik (Phased Array) wurden speziell für diesen Anwendungsfall weiterentwickelt.

10:30 bis 11:00 Uhr
Klebprozesse mit kurzen Zykluszeiten dank UV-Technologie
Dr.-Ing. Florian Garnich, Henkel AG & Co. KGaA

Einkomponentige Klebstoffe lassen sich im Vergleich zu 2K-Materialien deutlich einfacher dosieren und verarbeiten. Die UV-Technologie bietet die Möglichkeit, diese Materialien schnell und zuverlässig auszuhärten. Im Vortrag werden sowohl unterschiedliche Klassen von UV-Klebstoffen (Acrylate, Silikone und Cyanacrylate) sowie geeignete Dosier- und Aushärtetechnologie vorgestellt. Besondere Berücksichtigung finden hier volumetrische Dosiersysteme sowie die aktuelle LED-Technologie.

11:00 bis 11:30 Uhr
Kaffeepause

11:30 bis 12:00 Uhr
Flieslochschrauben in Kombination mit Klebetechnik – Einseitiges Fügeverfahren für Multi-Material-Verbindungen
Robert Klingel, Klingel GmbH

Fließlochschrauben können auch bei nur einseitiger Zugänglichkeit der Verbindungsstelle am Bauteil problemlos gesetzt werden. Durch die Kombination beider Verfahren wird die Festigkeit der Verbindung deutlich erhöht, gleichzeitig kann auch die Korrosion positiv beeinfl usst werden. Damit eignet sich diese hybride Verbindung speziell für Multimaterial-Design, beispielsweise im Karosserie-Leichtbau.

12:00 bis 12:30 Uhr
Automatisierte Applikation von low-density Dichtmassen in der Luftfahrt - Challenge Accepted!
Jens Bölke, DOPAG (HILGER & KERN GROUP) 

Zur Effizienzsteigerung werden in der Luftfahrt neben effizienteren Triebwerken und dem konsequenten Einsatz von Faserverbundwerkstoffen auch „low density-Dichtmassen“ eingesetzt, um Gewicht an der gesamten Flugzeugstruktur einzusparen. Diese Dichtmassen, meist Polysulfide, werden vor allem in den Flugzeugstrukturen zur Korrosionsvermeidung an Nieten, zur Abdichtung von Treibstofftanks und an Stoßstellen infolge der Montage zur Beibehaltung der aerodynamischen Integrität eingesetzt. Neuere Materialien sind mit Kunststoffhohlkugeln gefüllt, um eine deutlich geringere Dichte zu erzielen und stellen eine Herausforderung für Misch- und Dosieraufgaben dar. Im Zuge der steigenden Automatisierung der heute manuell ausgeführten Applikationen ergeben sich besondere Herausforderungen das Material sowohl zu mischen und automatisiert zu applizieren. DOPAG hat als Markführer auf dem Gebiet der Polysulfidverarbeitung in der Luftfahrt in umfangreichen Untersuchungen eine Anlagentechnik weiterentwickelt, die in der Lage ist den Anforderungen der Materialdosierung und automatisierten Applikation gerecht zu werden.


Leichtbau-Cluster


Mittwoch, 12.10.2016
13.30 bis 17.00 Uhr

Leichtbau durch Anwendung moderner Klebtechnologien
 

Moderation:
Marc Bicker, Hochschule Landshut, Leichtbau-Cluster, Landshut 

13:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

13:30 bis 14:00 Uhr
Kleben - die Fügetechnologie im Leichtbau für das 21. Jahrhundert
Dr. Erik Meiß, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen

Die steigende Anzahl unterschiedlicher Werkstoffe schafft neue Herausforderungen. Erst wenn Fügeteile aus verschiedenen Werkstoffen zu einem Bauteil werkstoffgerecht gefügt worden sind, lassen sich deren vorteilhafte Eigenschaften zur möglichst optimalen Erfüllung der gestiegenen Anforderungen auch nutzen. Industriell lange bewährte Fügetechniken wie das Löten, Schweißen,  Nieten oder Schrauben stoßen hier an Grenzen: Die traditionellen Verbindungstechniken haben wohlbekannte Nachteile. Bei thermischen Verfahren wie dem Schweißen verändert der Werkstoff innerhalb einer Wärmeeinflusszone seine spezifischen Eigenschaften. Mechanische Verfahren wie Nieten oder Schrauben wiederum ermöglichen nur eine punktförmige Kraftübertragung; außerdem muss man in die zu verbindenden Werkstücke auch noch Löcher bohren, den Werkstoff also „verletzen“ und damit u. U. schwächen.
Hier spielt die Klebtechnik gegenüber anderen Fügetechniken ihre Vorteile aus: Es ist ein wärmearmes Fügeverfahren, welches die Fügeteile während des Prozesses nicht verändert oder schädigt. Durch die Klebtechnik können alle Werkstoffe mit sich selbst und gegenseitig langzeitbeständig verbunden werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Anforderungen an Produkte aus technologischer, ökonomischer und ökologischer Sicht stetig steigen und hierdurch immer neue Materialien entwickelt und miteinander kombiniert werden müssen (Multi-Material-Design), ergibt sich ein breites Anwendungsgebiet für die Klebtechnik gerade im Bereich Leichtbau. Dies wird zudem noch durch die Tatsache bekräftigt, dass innerhalb einer Klebverbindung die auftretenden Spannungen flächig verteilt sind und so bei gleicher Belastung dünnere Fügeteile im Vergleich zu anderen Verbindungstechniken verwendet werden können. Aus diesem Grund ist die Klebtechnik im Bereich des Leichtbaus nicht mehr wegzudenken und eröffnet neue Potentiale und Möglichkeiten.

14:00 bis 14:30 Uhr
NDT (ZfP) Methoden zur Prozessabsicherung im Bereich der Klebe- und Verbindungstechnik von Leichtbaustrukturen
Robert Holzer, Research Center for Non-Destructive Testing (RECENDT), Linz

Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) oder auch Non-Destructive Testing (NDT) eröffnet in den unterschiedlichsten Branchen Möglichkeiten zur Absicherung der Qualität, zur Optimierung der Prozesse und zur Entwicklung bzw. Charakterisierung neuer Materialien und Bearbeitungsmethoden. Auch in der Klebe- und Verbindungstechnik – die wiederum großen Stellenwert im Kontext von Leichtbau genießt. An unterschiedlichsten Stellen im Prozesse können diverse NDT-Technologien auf verschiedenste Arten Nutzen stiften. Die RECENDT (Research Center for Non-Destructive Testing) entwickelt moderne NDT-Technologien vor allem für die in-line Prozessüberwachung und 100% Qualitätsprüfung in den unterschiedlichsten Branchen. Ziel dabei ist, der Industrie diese neuen Möglichkeiten zugänglich zu machen. Einige in der Unternehmenspraxis noch nicht allgegenwärtige Techniken (Laser-Ultraschall (LUS), Optische Kohärenztomographie (OCT), Terahertz- (THz), Infrarot- (IR) und Raman-Spektroskopie) werden in diesem Vortrag vorgestellt und ihre Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt.

14:30 bis 15:00 Uhr
Kaffeepause

15:00 bis 15:30 Uhr
Klebstoffe im Automobilbau: Kaschier- und Montageverklebungen von naturfaserverstärktem Polypropylen im Fahrzeuginnenraum unter Verwendung von reaktiven und nicht reaktiven polyolefinischen Schmelzklebstoffen.
Björn Funke, Sika Automotive GmbH, Stuttgart

Die Produktionsprozesse der heutigen Automobilindustrie umfassen vielfältige Anwendungsbereiche. Unter Verwendung verschiedenster Klebstofftechnologien zählt dazu für den Fahrzeuginnenraum unter anderem die Montage von Dachhimmeln, Türverkleidungen oder Armaturenbrettern. Ebenso existieren verschiedenste Kaschieranwendungen, wie die Vakuumkaschierung von PVC- und TPO-Folien auf PP-Träger oder die Presskaschierung von Textilien für z.B. Dachhimmel oder Ladeböden.
Als klarer Markttrend und zugleich Innovationstreiber sind naturfaserverstärke Kunststoffe (NFK), insb. Polypropylen-NF (PP-NF), in der Automobilindustrie nicht mehr wegzudenken. Aufgrund ihrer guten mechanischen Eigenschaften und ihrer geringen Dichte ermöglichen sie eine Gewichtsreduktion und bringen einen technischen und ökologischen Mehrwert. Polypropylen und PP-NF zeichnen sich durch eine sehr geringe freie Oberflächenenergie aus, wodurch klassische, polare Klebstoffe ohne eine Oberflächenvorbehandlung nicht eingesetzt werden können.
Für Montage- und Kaschieranwendungen bietet Sika hier die passenden Technologien: SikaMelt®-91xx. Die sowohl feuchtigkeitsvernetzenden als auch nicht-reaktiven Schmelzklebstoffe auf polyolefinischer Basis zeichnen sich u.a. durch exzellente Haftung zu niedrigenergetischen Substraten, hoher Wärmebeständigkeit, niedriger Dichte und Isocyanat-Freiheit aus.
Diese junge Schmelzklebstoff-Technologie stellt eine nachhaltige Alternative zu traditionellen Klebstoffsystemen dar und wird bereits für verschiedene Verklebungen im Fahrzeuginnenraum als zukünftiger Standard angesehen.

15:30 bis 16:00 Uhr
Möglichkeiten und Mehrwert der Detektion filmischer Verunreinigungen in der Produktion
Christoph Tammer, Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Augsburg

Fertigungsbedingte Verunreinigungen von Oberflächen durch Öle, Fette sowie Kühlschmierstoffe stellen in Prozessketten im produktionstechnischen Umfeld zunehmend qualitätsrelevante Einflussfaktoren für die Funktionalität des Endproduktes dar. So gelten für Veredelungs- oder Fügeprozesse, wie beispielsweise Lackieren, Beschichten und Verkleben hohe Anforderungen an die technische Sauberkeit der Ausgangsmaterialien, da bereits kleinste filmische Verunreinigungen zu einer Beeinträchtigung der Produktqualität führen. Im Hinblick auf den Einsatz der Bauteile im industriellen Umfeld ist die Qualitätssicherung in der Produktion im Kontext der technischen Sauberkeit innerhalb der Prozesskette vor und nach Veredelungs- oder Fügeprozessen zu adressieren. Die vorgelagerte Prüfung der technischen Sauberkeit erfolgt hier durch den Einsatz eines automatisierten Fluoreszenz-Laserscanners, die nachgelagerte Qualitätsprüfung hingegen unter Verwendung der aktiven Wärmefluss-Thermografie.

 


Donnerstag, 13.10.2016
10.00 bis 12.30 Uhr

Leichtbaustrukturen in Multi Material Design
 

Moderation:
Dr. Wolfgang Seeliger, Leichtbau BW GmbH, Stuttgart 

10:00 Uhr
Begrüßung und Einführung

10:00 bis 10:30 Uhr
Innovative-analytisch-numerische Schraubenberechnung für effizienten Leichtbau im Materialmix
Hendrik Hubbertz, AFS Advanced Fastening Solutions GmbH, Freudenberg

Schraubenverbindungen können hohe Betriebsbelastungen übertragen und haben den eindeutigen Vorteil der Lösbarkeit. Ähnlich wie bei den alternativen Verbindungstechnologien gibt es hier Weiterentwicklungen um effizienter und leichter zu werden, z.B. ein kleineres Verhältnis von Gewicht zur Klemmkraft oder auch selbstfurchende Montage. Darüber hinaus stellt der Materialmix im Leichtbau neue Herausforderungen an die Schraubenauslegung, da die klassischen Methoden zur Schraubenberechnung für Verbindungen mit Leichtbauwerkstoffen oft nicht mehr ausreichend sind. Daher muss die analytische Schraubenberechnung durch FEM-Simulationen erweitert werden, damit komplexe und dynamische Vorgänge bei hohen Beanspruchungen realitätsnah abgebildet werden können. In dem Vortrag wird die Wichtigkeit dieser analytisch-numerischen Kopplung herausgestellt und Beispiele gezeigt,  bei denen die Erweiterung durch die Simulation wertvolle neue Erkenntnisse für die Verbindungsoptimierung und die Betriebssicherheit liefert.

10:30 bis 11:00 Uhr
Entwicklung einer Leichtbauhinterachse in Metall-Faserverbundbauweise
Paul Becker, Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Darmstadt

Weniger Gewicht für Elektrofahrzeuge: Fraunhofer LBF entwickelt hybride Leichtbauhinterachse.
Elektromobilität ist ohne Leichtbau nicht denkbar. Die Gewichtsoptimierung steht daher weit oben auf der Agenda der Entwickler. Einen großen Schritt in diese Richtung hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF getan. Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes „epsilon“, das den Leistungsfeldern Elektromobilität und Leichtbau zugeordnet ist, entwickelte das LBF eine Hinterachse mit deutlich reduziertem Gewicht. Verglichen mit dem herkömmlichen Metall-Design konnten die Wissenschaftler das Achsgewicht um 37 Prozent senken und damit den Energieverbrauch reduzieren. Darüber hinaus sehen die Forscher bei der Substituierung von Metallbauteilen durch Faserverbundmaterialien die Möglichkeit, mit einer geschickten Auswahl der Faser-Matrix-Eigenschaften die Steifigkeit der Struktur und damit die Fahrdynamik positiv zu beeinflussen. 

11:00 bis 11:30 Uhr
Pause

11:30 bis 12:00 Uhr
3D-gewebte Kohlefaser-Composite-Lösung für Hochlast-Strukturen
Jean-Louis Magerman, Sonaca, Gosselies, Belgien

Sonaca hat eine hochleistungsfähige CFRP-Technologie entwickelt, die ein dreidimensional orthogonales Preform-Webverfahren mit einem einstufigen Injektionsprozess kombiniert. Damit sind komplexe, mechanisch und dreidimensional stark belastbare Konstruktionselemente realisierbar, die  Metallkonstruktionen ersetzen können.
Hauptvorteile sind eine beachtliche Gewichtsreduktion, ein hoher Integrationsgrad und eine hohe Kantengüte.
In einem ESA Raumfahrtprojekt wurde damit für eine Trägerstufe neuer Generation ein Zwischenring mit 4.30 m Durchmesser konzipiert, entwickelt, hergestellt und getestet.
Die Technologie ermöglicht neue Systemlösungen auch in der Industrie – z.B. für Ringe, Traversen, Röhren, stark belastete Passungen, komplexe Konstruktionselemente und dreidimensional komplex geformte Teile.
Sonaca hat dafür den „JEC World Innovationspreis 2016/Kategorie Raumfahrt“ bekommen.

12:00 bis 12:30 Uhr
Super-Leichtbau durch Struktural Health Monitoring und Smart repair
Prof. Dr. Jörg Wellnitz, Technische Hochschule Ingolstadt, ITD GmbH, Ingolstadt

Gewichtsoptimierte und belastungsgerechte Leichtbaustrukturen werden in nahezu allen Branchen eingesetzt: Die Luftfahrt- und Automobilindustrie, der Maschinen- und Anlagenbau, die Sport- und Freizeitindustrie und auch die Windenergie bedingen den Einsatz von Leichtbauwerkstoffen und der Entwicklung von Leichtbaukonstruktionen. Alterungsprozesse, Umwelteinflüsse und auch durch unvorhersehbare Ereignisse wie Erdbeben, Windböen, Schlaglöcher, Vogelschlag etc. können Strukturen jedoch schädigen und dadurch gefährdend in der Wirkung und Folge sein. Das so genannte Structural Health Monitoring hat das Ziel, den momentanen Zustand von Leichtbaustrukturen zu analysieren, um Veränderungen Bauteil und/oder System frühzeitig erkennen zu lassen. Bei einer Schadensdetektion können Maßnahmen für eine notwendige Reparatur oder Bauteilaustausch frühzeitig eingeleitet werden, um ein Komplettversagen des Systems zu verhindern und Folgekosten zu vermeiden.


Donnerstag, 13.10.2016
13.30 bis 17.00 Uhr

Additive Fertigungsverfahren für den industriellen Leichtbau
 

Moderation:
Prof. Dr. Jörg Wellnitz, Technische Hochschule Ingolstadt 

13:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

13:30 bis 14:00 Uhr
Optimierte Fertigung von additiv gefertigten Bauteilen mit Einsatz der 3D Computertomographie
Stefan Hachtel, F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG, Aalen

Die generativen Fertigungsverfahren halten in immer größerem Umfang Einzug in die industrielle Fertigungswelt. Einerseits beflügelt die extrem hohe Gestaltungsfreiheit die Phantasie der Ingenieure, andererseits ist die Verfügbarkeit von individuell gestalteten Bauteilen in kleinen Losgrößen ein immer erstrebenswerteres Ziel.
Während in der Vergangenheit die generativen Fertigungsverfahren hauptsächlich zur Herstellung von Prototypen, Erprobungs- und Anschauungsmustern verwendet wurden, wächst der Anspruch, auch funktionale Bauteile auf Anhieb erstellen zu können. Der Dokumentation und der Qualifizierung der Produkte kommt hierbei eine deutlich gewichtigere Rolle zu als im Prototypen- und Musterbau. Nahezu alle generativen Fertigungsverfahren, wie die klassischen Verfahren auch, weisen aber eine Fertigungstoleranz auf. Insbesondere bei generativ gefertigten Kunststoffbauteilen kommt dabei neben der Gefügestruktur die Erzeugung und Dokumentation der Formtreue und der Maßhaltigkeit der Bauteile eine erhebliche Bedeutung zu.
Der Vortrag zeigt die Möglichkeiten auf, mithilfe der industriellen Computertomographie eine Optimierungskette zu Herstellung von maßhaltigen und funktionalen Bauteilen im additiven Fertigungsverfahren zu implementieren.
Es existiert zudem der Anspruch, kleine Losgrößen mit individuellen Geometrien aus spezifizierten Originalwerkstoffen fertigen zu können. Der Vortrag beleuchtet die aktuellen Möglichkeiten und Grenzen neuer additiver Fertigungsverfahren bei der Verwendung von Originalmaterialien im Vergleich zur klassischen Musterwerkzeugtechnologie.

14:00 bis 14:30 Uhr
Selektives Metall-Laserschmelzen: Leichtbaupotentiale durch neue Designfreiheit
Sven Skerbis, 3D-Laserdruck GbR

Das selektive Metall-Laserschmelzen (3D-Druck Metall / Additive Fertigung) mit pulverförmigen Ausgangsmaterial ist ein innovatives Fertigungsverfahren zur Herstellung von Metallkomponenten aller Art – insbesondere aber zur Herstellung hochkomplexer Geometrien. Durch das schichtweise Verschweißen der einzelnen Pulverschichten entstehen funktionsfähige Bauteile aus Aluminium, Edelstahl, Inconel, Titan und Werkzeugstahl mit vollwertigen mechanischen Eigenschaften. Da die Bauteile „von unten nach oben wachsen“, ergeben sich völlig neue Möglichkeiten bei der Herstellung von Produkten. Besonders hervorzuheben sind die gestalterischen Freiheitsgrade für den Konstrukteur, die erheblich über denjenigen anderer Herstellverfahren liegen, weil Restriktionen bezüglich der Zugänglichkeit für Zerspanungswerkzeuge oder der Entformbarkeit, z.B. aus Gießwerkzeugen, entfallen. Das ermöglicht die Integration zusätzlicher Funktionen in die Bauteilgestalt sowie einen optimierten Leichtbau mit exakt an die Kraftverläufe angepassten Wanddicken.  Ebenfalls ist die Realisierung innenliegender Hohlräume sowie belastungsoptimierter innenliegender Rippenstrukturen möglich.

14:30 bis 15:00 Uhr
Kaffeepause 

15:00 bis 15:30 Uhr
Lastgerechte Bauteiloptimierung im Bereich adaptiver Fertigungsverfahren
Timo Frambach, CADFEM GmbH, Liederbach am Taunus

Die Produktionstechniken verändern sich derzeit grundlegend. Die Entwicklung ist dabei geprägt von einer zunehmenden Verkürzung der Entwicklungszyklen, sowie einem Trend zu kundenindividuellen Produkten in kleinen Stückzahlen.
Vor diesem Hintergrund nimmt der 3Druck, als adaptives Herstellungserfahren, eine Schlüsselrolle ein.
Von grundlegender Bedeutung für den wirtschaftlichen und optimalen Einsatz eines adaptiven Herstellungserfahrens, sind neben der Reproduzierbarkeit, auch die Prozesssicherheit und die Forderung nach ressourcenschonenden Strukturen.
Eine Prozesskette auf Basis der Finite-Elemente-Methode (FEM) erlaubt nicht nur eine Abschätzung prozessbedingter Einflüsse (Eigenspannungen und Verzug) und eine Vorhersage über das strukturelle Bauteilverhalten, sondern ermöglich es auch durch Topologieoptimierung die günstige Grundgestalt (Topologie) im Hinblick auf die zu erwartende mechanische Beanspruchungen zu ermittelt.
ANSYS Workbench bietet einen geschlossen Prozess vom Ergebnis der Topologieoptimierung zur CAD-Geometrie, bis hin zur mechanischen Auslegung und Bereitstellung der benötigen CAD-Daten für den 3D-Druck. Des Weiteren wird gezeigt, wie man prozessbedingte Einflüsse z.Bsp. beim SLM-Verfahren (Selective Laser Melting) in ANSYS simulieren kann.
Der Vortrag erklärt die Simulationsmöglichkeiten anhand ausgewählter Beispiele aus der Praxis. 

15:30 bis 16:00 Uhr
Bionische Designstrukturen durch additive Fertigung am Beispiel eines Elektromotorrades
Daniel Schneider, APWORKS GmbH, Taufkirchen

Kombiniert man die Vorteile von metallischem 3D-Druck mit neuartigen Materialien, so lassen sich die Möglichkeiten für komplexe Bauteile wesentlich ausweiten. Dies beschreibt die Zielsetzung bei der eigens von APWorks und Airbus entwickelten hochperformanten Aluminiumlegierung Scalmalloy®. Scalmalloy® ist korrosionsbeständig und vereint das geringe Gewicht von Aluminium mit nahezu der spezifischen Festigkeit von Titan. Zum Vergleich: Das für die additive Fertigung weit verbreitete AlSi10Mg ist nur halb so fest. Neben den sehr guten Festigkeitseigenschaften weist Scalmalloy® eine sehr hohe Zähigkeit auf, was insbesondere für sicherheitskritische Anwendungen von Vorteil ist.
Was mit der Additiven Fertigung alles möglich ist, zeigt der kürzlich von APWorks vorgestellte Light Rider. Das fahrfertige Motorrad wiegt 35 kg, wovon der Rahmen gerade einmal 6 kg ausmacht. Verglichen zu anderen Elektromotorrädern dieser Klasse eine Gewichtsersparnis von 30%. Ermöglicht wurde das geringe Gewicht durch die additive Fertigung neuartiger Materialien kombiniert mit einer bionischen Designstruktur.



Teilnahmegebühren

halber Kongresstag

250 € zzgl. MwSt

ganzer Kongresstag

350 € zzgl. MwSt

ab drei Kongresshalbtagen

450 € zzgl. MwSt

inklusive Messe-Eintritt, Catering, Tagungsunterlagen, Teilnahme an der Guided Tour.


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